Kurz gefasstGTIN (Global Trade Item Number) ist der weltweit eindeutige Identifikationsschlüssel für Handelsartikel nach den Standards des Verbands GS1. Sie löste die frühere EAN ab und kennzeichnet jedes Produkt und jede Packungsvariante entlang der Lieferkette eindeutig.
Die GTIN gibt es in vier Längen: GTIN-8, GTIN-12, GTIN-13 und GTIN-14. In Deutschland und Europa ist die dreizehnstellige GTIN-13 der Regelfall. Sie setzt sich aus der GS1-Basisnummer des Unternehmens, einem individuellen Artikelbezug und einer Prüfziffer zusammen. Vergabestelle im deutschen Markt ist GS1 Germany.
Kurz: Die NTIN ist eine GTIN, in die die PZN kodiert ist. Auf einer verifizierungspflichtigen Arzneimittelpackung steht im Data-Matrix-Code nach der Fälschungsschutzrichtlinie ein Produktcode, den der Hersteller in einem von zwei Formaten führen kann: als NTIN (National Trade Item Number) nach den GS1-Germany-Vorgaben oder als PPN (Pharmacy Product Number) nach den Vorgaben der IFA. Beide leiten sich aus der achtstelligen PZN ab und machen die nationale Nummer international eindeutig.
| Merkmal | GTIN | NTIN | PZN |
|---|---|---|---|
| Herausgeber | GS1 | GS1 Germany (auf PZN-Basis) | IFA |
| Geltung | weltweit, alle Branchen | weltweit eindeutig, Arzneimittel DE | national, DE-Arzneimittelmarkt |
| Aufbau | 8 bis 14 Stellen | GTIN-Struktur mit eingebetteter PZN | achtstellig, nicht sprechend |
| Verwendung | Handel allgemein | Produktcode im FMD-Data-Matrix | Abrechnung, Logistik, Bestellung |
Kurz: als international eindeutiger Handelsschlüssel. Während die PZN den deutschen Markt ordnet, sorgt die GTIN-Struktur dafür, dass ein Artikel auch grenzüberschreitend und branchenübergreifend eindeutig bleibt. Für die Verifizierung nach der Fälschungsschutzrichtlinie ist der Produktcode Teil des individuellen Erkennungsmerkmals, siehe securPharm und FMD-Verifizierung. Für Medizinprodukte kann eine GTIN als UDI-DI dienen, siehe UDI.
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GTIN steht für Global Trade Item Number, den weltweit eindeutigen Artikelidentifikator des Verbands GS1, früher EAN genannt. Sie kennzeichnet jedes Produkt und jede Packungsvariante branchenübergreifend eindeutig. Es gibt sie in den Längen GTIN-8, GTIN-12, GTIN-13 und GTIN-14, wobei in Deutschland und Europa die GTIN-13 der Regelfall ist.
Die EAN (European Article Number) ist die historische Bezeichnung für die Handelsnummer, die GS1 seit 2009 einheitlich GTIN nennt. Technisch ist eine dreizehnstellige EAN identisch mit einer GTIN-13. Der Begriffswechsel vereinheitlicht die weltweite Benennung, an der Nummer selbst und ihrem Aufbau ändert sich nichts.
Die NTIN (National Trade Item Number) ist eine besondere GTIN, in die eine bestehende nationale Nummer kodiert ist, im deutschen Arzneimittelmarkt die achtstellige PZN. Damit wird die nationale Nummer international eindeutig und GS1-konform. Auf verifizierungspflichtigen Packungen kann die NTIN als Produktcode im Data-Matrix-Code dienen.
Beides ist möglich, in unterschiedlicher Rolle. Die PZN ist der nationale Ordnungsschlüssel für Abrechnung und Logistik. Der Produktcode im Data-Matrix-Code nach der Fälschungsschutzrichtlinie steht dagegen als NTIN oder als PPN, die beide aus der PZN abgeleitet sind. So bleibt die deutsche Packung national wie international eindeutig zuzuordnen.
Die GTIN vergibt der Standardisierungsverband GS1 über seine nationalen Organisationen, in Deutschland GS1 Germany. Ein Unternehmen erhält eine GS1-Basisnummer und bildet daraus seine Artikelnummern. Die PZN und die daraus abgeleitete PPN vergibt dagegen die IFA. GTIN und PZN stammen also aus verschiedenen, aber verknüpfbaren Systemen.
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