Arzneimitteldaten und Datenbanken
August 3, 2026
6 Minuten

C.A.V.E.

C.A.V.E. bezeichnet in der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) einen patientenindividuellen Risikohinweis. Der Begriff geht auf das lateinische cave (Vorsicht) zurück und ist als CAVE-Modul der ABDA-Datenbank etabliert. Geprüft wird, ob ein Arzneimittel für eine konkrete Person Risiken birgt, nicht nur, ob zwei Wirkstoffe abstrakt interagieren.

Inhaltsverzeichnis
    Kurz gefasst
    • C.A.V.E. geht auf das lateinische cave (Vorsicht) zurück und ist kein Initialwort.
    • Als CAVE-Modul der ABDA-Datenbank prüft es Arzneimittelrisiken patientenindividuell.
    • Klassische Teilmodule: Geschlecht, Alter, Erkrankungen und Allergien, ergänzt um Körpergewicht und Nierenfunktion.
    • Anders als die reine Interaktionsprüfung gleicht C.A.V.E. gegen ein konkretes Patientenprofil ab.
    • pharmazie.com liefert C.A.V.E.-Merkmale je Wirkstoff und PZN über Web-App und REST-API.

    Als C.A.V.E. wird in der Arzneimitteltherapiesicherheit ein patientenindividueller Warnhinweis bezeichnet: Der Begriff entstammt dem lateinischen cave (Vorsicht) und ist als CAVE-Modul der ABDA-Datenbank etabliert. Er prüft Arzneimittelrisiken gegen ein konkretes Patientenprofil.

    Die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) umfasst Maßnahmen, die die Sicherheit des Medikationsprozesses erhöhen und arzneimittelbezogene Risiken für Patienten senken. Innerhalb dieses Rahmens steht C.A.V.E. für die individuelle Risikoprüfung: Anders als eine reine Interaktionsprüfung, die abstrakt ein Wirkstoffpaar bewertet, gleicht der CAVE-Check ein Arzneimittel mit den dokumentierten Merkmalen einer konkreten Person ab. Erfasst werden dabei auch Kontraindikationen, wie sie aus der Fachinformation (SmPC) hervorgehen.

    Wofür stehen die Buchstaben in C.A.V.E.?

    Kurz gefasst: C.A.V.E. ist kein Initialwort. Es geht auf das lateinische cave (Vorsicht, Achtung) zurück, einen klassischen Warnhinweis in der Medizin.

    In Verordnung und Dokumentation steht ein vorangestelltes Cave seit jeher für besondere Vorsicht, etwa bei eingeschränkter Nierenfunktion. Als strukturiertes Datenprodukt wurde der Begriff im CAVE-Modul der ABDA-Datenbank operationalisiert. Dort steht C.A.V.E. nicht für vier Anfangsbuchstaben, sondern für ein Prüfschema, das ein Fertigarzneimittel gegen mehrere patientenbezogene Dimensionen abgleicht.

    Welche Kategorien prüft der CAVE-Check?

    Kurz gefasst: Klassisch vier Teilmodule, Geschlecht, Alter, Erkrankungen und Allergien, die gegen das hinterlegte Patientenprofil laufen. Neuere AMTS-Stände ergänzen Körpergewicht und Nierenfunktion.

    Jedes Teilmodul beantwortet eine eigene Frage: Passt das Arzneimittel zu Geschlecht und Alter der Person, verträgt es sich mit ihren Erkrankungen und Lebensumständen, und bestehen bekannte Allergien oder Kreuzallergien? Die Prüfung läuft automatisiert im Hintergrund, die fachliche Bewertung bleibt beim pharmazeutischen Personal.

    TeilmodulPrüffrage gegen das Patientenprofil
    GeschlechtWarnt bei geschlechtsspezifischen Anwendungs- und Indikationsrisiken.
    AlterErkennt altersbedingte Anwendungsausschlüsse und -beschränkungen.
    Erkrankungen (inkl. besondere Lebensumstände)Berücksichtigt chronische Erkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit als mögliche Kontraindikationen.
    AllergienPrüft bekannte allergische und pseudoallergische Überempfindlichkeiten samt Kreuzallergien.

    Datensteckbrief C.A.V.E.

    • Einordnung: patientenindividuelle Risikoprüfung im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS).
    • Herkunft des Begriffs: lateinisch cave (Vorsicht), etablierter medizinischer Warnhinweis.
    • Datenprodukt: CAVE-Modul auf Basis der ABDA-Datenbank.
    • Klassische Teilmodule: Geschlecht, Alter, Erkrankungen (inkl. Lebensumstände), Allergien.
    • Neuere Ergänzungen: Körpergewicht, Nierenfunktion.
    • Abgrenzung: prüft gegen ein Patientenprofil, nicht nur gegen ein abstraktes Wirkstoffpaar.

    Wie unterstützt pharmazie.com die C.A.V.E.-Prüfung?

    Kurz gefasst: pharmazie.com bündelt C.A.V.E.-relevante Arzneimittelmerkmale und macht die patientenindividuelle Prüflogik je Wirkstoff und PZN über Web-App und REST-API zugänglich.

    Über pharmazie.com steht das CAVE-Modul der ABDA-Datenbank als integrierte Datenquelle bereit. Merkmale wie Kontraindikationen sowie alters-, geschlechts- und allergiebezogene Anwendungsrisiken lassen sich strukturiert je Wirkstoff oder PZN abrufen und in eigene Systeme einbinden, ob interaktiv in der Web-App oder automatisiert über die REST-API. So wird aus einer abstrakten Datenlage eine Prüfung, die zum Profil einer konkreten Person passt.

    Sie möchten C.A.V.E.-Merkmale strukturiert je Wirkstoff und PZN nutzen? Recherchieren Sie direkt über pharmazie.com oder sprechen Sie mit uns über den Zugang per Web-App und REST-API.

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    Ursula Tschorn
    Ursula Tschorn ist Geschäftsführerin der DACON DACON Datenbank Consulting GmbH und beschäftigt sich seit 1989 mit dem Aufbau pharmazeutischer Informationsinfrastrukturen. Sie schreibt über Standards für Arzneimitteldaten, Preisregulierung und Marktzugang in der DACH-Region.

    FAQ

    Was bedeutet C.A.V.E.?
    Welche Kategorien prüft der CAVE-Check?
    Worin unterscheidet sich C.A.V.E. von einer Interaktionsprüfung?
    Ist C.A.V.E. dasselbe wie die ABDA-Datenbank?
    Warum ist C.A.V.E. für die Arzneimitteltherapiesicherheit relevant?
    Wie lassen sich C.A.V.E.-Merkmale über pharmazie.com nutzen?

    Weitere Begriffe

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