Arzneimitteldaten und Datenbanken
August 10, 2026
5 Minuten

Wirkstärke

Die Wirkstärke gibt an, wie viel Wirkstoff je Einheit eines Arzneimittels enthalten ist, etwa 500 mg je Tablette oder 5 mg/ml Lösung. Sie ist ein artikelbezogenes Merkmal, Teil der eindeutigen Arzneimittelbeschreibung und in Fachinformation sowie Kennzeichnung Pflichtangabe. Eine geänderte Stärke führt zu einem anderen Artikel.

Inhaltsverzeichnis
    Kurz gefasst
    • Die Wirkstärke gibt die Wirkstoffmenge je Einheit an, etwa 500 mg je Tablette oder 5 mg/ml.
    • Sie ist nach § 10 und § 11 AMG Pflichtangabe auf der Kennzeichnung und in der Fachinformation.
    • Als artikelidentifizierendes Merkmal grenzt sie sonst gleiche Präparate ab; eine Änderung kann eine neue PZN auslösen.
    • pharmazie.com führt die Wirkstärke je Arzneimittel und je PZN, abrufbar per REST-API und Datenexport.

    Die Wirkstärke (englisch strength) bezeichnet die Menge an Wirkstoff je Einheit eines Arzneimittels, etwa je Tablette, je Kapsel oder je Milliliter Lösung. Sie ist ein artikelbezogenes Merkmal und Teil der eindeutigen Beschreibung eines Arzneimittels.

    Angegeben wird die Wirkstärke als Masse je Darreichungseinheit (etwa 500 mg je Tablette), als Konzentration (etwa 5 mg/ml) oder als Massenanteil. In der jeweiligen Darreichungsform, in der Fachinformation und auf der Kennzeichnung ist sie eine Pflichtangabe: Nach § 10 und § 11 Arzneimittelgesetz sind Bezeichnung, Stärke und die Wirkstoffe nach Art und Menge auszuweisen.

    Wie wird die Wirkstärke angegeben?

    Die Angabe richtet sich nach der Darreichungsform und dem Bezug, auf den sich die Menge bezieht. Feste Formen nennen die Masse je Einheit, flüssige Formen eine Konzentration.

    AngabeformBeispielTypische Darreichungsform
    Masse je Einheit500 mg je TabletteTabletten, Kapseln
    Konzentration (Masse je Volumen)5 mg/mlLösungen, Injektabilia
    Menge je Dosis100 µg je SprühstoßSprays, Inhalate
    Massenanteil1 % Cremehalbfeste Formen

    Warum ist die Wirkstärke artikelidentifizierend?

    Die Wirkstärke grenzt ansonsten gleiche Präparate voneinander ab: Eine Tablette mit 500 mg und eine mit 1.000 mg desselben Wirkstoffs (API) sind zwei verschiedene Artikel. Ändert sich die Stärke, ändert sich der Artikel, und es kann eine neue PZN vergeben werden. Damit gehört die Stärke zu den identifizierenden Merkmalen eines Arzneimittels.

    Datensteckbrief Wirkstärke

    • Merkmalstyp: artikelbezogenes, identifizierendes Merkmal
    • Einheiten: mg, µg, g, mg/ml, Internationale Einheiten (I.E.), Prozent
    • Rechtsgrundlage: § 10 und § 11 AMG (Kennzeichnung, Packungsbeilage und Fachinformation)
    • Terminologie: EDQM Standard Terms, EMA (strength)
    • In pharmazie.com: je Arzneimittel und je PZN geführt, abrufbar per REST-API und Datenexport

    Sie möchten Wirkstärke, Wirkstoff und PZN strukturiert je Arzneimittel abrufen? Sprechen Sie mit uns über den Zugang per REST-API und Datenexport.

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    Ursula Tschorn
    Ursula Tschorn ist Geschäftsführerin der DACON DACON Datenbank Consulting GmbH und beschäftigt sich seit 1989 mit dem Aufbau pharmazeutischer Informationsinfrastrukturen. Sie schreibt über Standards für Arzneimitteldaten, Preisregulierung und Marktzugang in der DACH-Region.

    FAQ

    Was ist die Wirkstärke?
    Wie wird die Wirkstärke angegeben?
    Ist die Wirkstärke eine Pflichtangabe?
    Warum ist die Wirkstärke artikelidentifizierend?
    Was ist der Unterschied zwischen Wirkstärke und Dosierung?
    Wie stellt pharmazie.com die Wirkstärke bereit?

    Weitere Begriffe

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