Kurz gefasstEDI (Electronic Data Interchange) bezeichnet den automatisierten Austausch strukturierter Geschäftsdokumente zwischen IT-Systemen zweier Unternehmen, ohne manuelle Erfassung. Typische Dokumente sind Bestellungen, Auftragsbestätigungen, Lieferavise und Rechnungen. Der Austausch folgt einem festgelegten Nachrichtenstandard, im europäischen Raum überwiegend UN/EDIFACT.
EDI ist kein einzelnes Format, sondern eine Standardfamilie. Die international maßgebliche Ausprägung ist UN/EDIFACT, veröffentlicht von der UNECE und als ISO 9735 normiert. EDIFACT definiert Syntaxregeln und Nachrichtentypen wie ORDERS, DESADV oder INVOIC. Branchen bilden daraus vereinfachte Subsets, im Handel etwa EANCOM von GS1, das die Kennzeichnungen GLN und GTIN einbindet.
Kurz: EDI ist der branchenübergreifende Oberbegriff für den standardisierten Dokumentenaustausch, MSV3 ist eine fachspezifische Bestellschnittstelle im deutschen Arzneimittelgroßhandel. EDI auf EDIFACT-Basis deckt Bestellung, Lieferung und Rechnung zwischen Industrie und Großhandel ab. MSV3 regelt die Kommunikation zwischen Apotheke und Großhandel, etwa Verfügbarkeitsabfrage, Bestellung und Retoure. Beide Verfahren stehen nebeneinander, sie konkurrieren nicht.
Kurz: Der Beschaffungsprozess bildet sich in wenigen EDIFACT-Nachrichten ab, die einen Vorgang von der Bestellung bis zur Rechnung durchgängig maschinenlesbar halten.
| Nachricht | Funktion |
|---|---|
| ORDERS | Bestellung an den Lieferanten |
| ORDRSP | Auftragsbestätigung |
| DESADV | Lieferavis zur Sendung |
| INVOIC | Rechnung |
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EDI, kurz für Electronic Data Interchange, ist der automatisierte Austausch strukturierter Geschäftsdokumente zwischen IT-Systemen zweier Unternehmen. Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen werden ohne manuelle Erfassung übertragen und direkt weiterverarbeitet. Grundlage ist ein festgelegter Nachrichtenstandard, im europäischen Raum überwiegend UN/EDIFACT, der Syntax und Nachrichtentypen einheitlich definiert.
EDIFACT steht für UN/Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport. Es ist der von der UNECE gepflegte, branchenübergreifende EDI-Standard, seit 1987 als ISO 9735 normiert. EDIFACT legt Syntaxregeln und Nachrichtentypen fest. Für einzelne Branchen entstehen daraus vereinfachte Subsets wie EANCOM von GS1, das GLN und GTIN einbindet.
EDI ist der branchenübergreifende Oberbegriff für standardisierten Dokumentenaustausch, meist auf EDIFACT-Basis, und deckt Bestellung, Lieferung und Rechnung zwischen Industrie und Großhandel ab. MSV3 ist eine fachspezifische Schnittstelle im deutschen Arzneimittelgroßhandel für die Kommunikation zwischen Apotheke und Großhandel, etwa Verfügbarkeitsabfrage und Bestellung. Beide Verfahren ergänzen sich, sie konkurrieren nicht.
Im Beschaffungsprozess zwischen Industrie und Großhandel dominieren wenige EDIFACT-Nachrichten: ORDERS für die Bestellung, ORDRSP für die Auftragsbestätigung, DESADV für das Lieferavis und INVOIC für die Rechnung. Diese Nachrichten halten einen Vorgang von der Bestellung bis zur Fakturierung durchgängig maschinenlesbar und ermöglichen eine automatisierte, medienbruchfreie Verarbeitung in den beteiligten Warenwirtschaftssystemen.
Nein. Beide übertragen Daten zwischen Systemen, unterscheiden sich aber in Ansatz und Format. Klassisches EDI setzt auf EDIFACT-Nachrichten und etablierte Übertragungswege wie AS2. Eine REST-API tauscht Daten meist als JSON in Echtzeit über HTTP aus. In der Praxis koexistieren beide: pharmazie.com stellt Arzneimitteldaten per REST-API und Datenexport bereit.
pharmazie.com liefert aggregierte Arzneimitteldaten wie Artikelstamm, Preise und Vertriebsstatus auf PZN-Ebene, Quelle ABDATA und tagesaktuell. Diese Daten bilden den fachlichen Inhalt, der EDI-Dokumente füllt, etwa Artikelbezug und Preisangaben in Bestellungen. Der Zugang erfolgt über Web-App, REST-API und Datenexport. Der MSV3-Client (Lieferbarkeitsabfrage und Bestellung) ist live und produktiv, die MSV3-Server-Seite (selbst als Lieferant anbieten) ist 2026 in Pilotierungsphase.