Kurz gefasstRohdatenlizenz bezeichnet die vertragliche Erlaubnis, pharmazeutische Stamm-, Artikel- und Preisdaten maschinenlesbar und in großem Umfang zu beziehen, als Datei-Export oder über eine Programmierschnittstelle, statt sie ausschließlich Datensatz für Datensatz in einer Web-Oberfläche zu lesen. Sie regelt nicht die Ansicht, sondern den Rohbezug der Daten selbst.
Der Begriff stammt aus der Praxis der Datenbeschaffung. Wer eine Warenwirtschaft, ein ERP-System, ein klinisches Entscheidungssystem oder eine eigene Anwendung mit Arzneimitteldaten versorgen will, braucht die Daten als Bestand im eigenen System, nicht als Bildschirmanzeige. Genau diesen Bezug erlaubt eine Rohdatenlizenz, und genau deshalb ist sie an einen Vertrag gebunden.
Weil die zugrunde liegenden Datenbestände rechtlich geschützt sind. Nach dem Datenbankherstellerrecht (§ 87a ff. UrhG) genießt eine Datenbank, deren Beschaffung, Überprüfung oder Darstellung eine wesentliche Investition erfordert, ein eigenes Schutzrecht. Der systematische Bezug wesentlicher Teile ist damit lizenzpflichtig.
Im deutschen Arzneimittelmarkt zeigt sich das konkret: Die ABDADatenbank² wird laut ABDATA in Form von Rohdaten zur Verfügung gestellt und über ein Download-Center bereitgestellt, der Bezug setzt einen Lizenzvertrag mit ABDATA voraus. Ebenso ist der ABDA-Artikelstamm, das ökonomische und rechtliche Kerndatenpaket der Warenwirtschaft mit PZN, Vertriebsweg und Preisstruktur, ein lizenzpflichtiger Rohdatenbestand. Eine Rohdatenlizenz ist also kein technisches Detail, sondern die rechtliche Grundlage des Datenbezugs.
Kurz: Der Anwendungszugriff lässt Sie Daten lesen, die Rohdatenlizenz lässt Sie Daten beziehen, und der Schnittstellenzugang ist der technische Weg, über den der Rohbezug läuft. Die drei Ebenen werden oft verwechselt, meinen aber Verschiedenes.
| Ebene | Was sie erlaubt | Typischer Nutzer |
|---|---|---|
| Anwendungszugriff | Daten in einer Web-Oberfläche ansehen und einzeln recherchieren, kein Massenexport | Fachkraft am Arbeitsplatz |
| Rohdatenlizenz | Daten in großem Umfang maschinenlesbar beziehen und im eigenen System speichern | Betreiber eigener Systeme, Datenintegratoren |
| Schnittstellenzugang | Technischer Weg des Bezugs, etwa REST-API oder Datei-Export | IT- und Integrations-Teams |
In der Praxis gehören Rohdatenlizenz und Schnittstellenzugang zusammen: Die Lizenz klärt, welche Daten Sie in welchem Umfang beziehen dürfen, die Schnittstelle klärt, wie sie in Ihr System gelangen. Mehr zur technischen Ebene im Eintrag REST-API und Webservice.
pharmazie.com liefert aggregierte Arzneimitteldaten aus über 25 integrierten Datenbanken auf beiden Ebenen: als Rohdatenlizenz per REST-API und Datenexport und als Web-Anwendung mit der Eisbergsuche®. Der Datenbestand umfasst den ABDA-Artikelstamm mit einem digitalen Artikelstamm von über 260 auswertbaren Feldern je Artikel, dazu internationale Arzneimittelverzeichnisse aus über 50 Ländern.
Der Rohbezug ist formatoffen (JSON, CSV, XML, Excel) und lässt sich in ERP-, Warenwirtschafts- und Klinik-Systeme integrieren, mit kundenindividuellen Aktualisierungsrhythmen. Details zur API im Eintrag Arzneimitteldaten-API.
Ehrlich eingeordnet: Konkreter Umfang, Lizenzformen und Konditionen sind vertragsabhängig und werden pro Anwendungsfall vereinbart, öffentlich genannte Pauschalpreise oder Abdeckungsquoten gibt es nicht. Was Sie beziehen dürfen und in welchem Rhythmus, ist Teil des Lizenzvertrags, nicht eine feste Katalogleistung.
Sie prüfen, ob eine Rohdatenlizenz für Ihren Anwendungsfall passt? Fordern Sie ein auf Ihren Datenbedarf zugeschnittenes Angebot an und lassen Sie sich REST-API und Datenexport im Detail zeigen.
Eine Rohdatenlizenz ist die vertragliche Erlaubnis, pharmazeutische Stamm-, Artikel- und Preisdaten in großem Umfang maschinenlesbar zu beziehen, als Datei-Export oder über eine API, statt sie nur in einer Web-Anwendung zu lesen. Sie regelt den Rohbezug der Daten und ist nötig, weil die zugrunde liegenden Datenbanken lizenzpflichtig sind.
Weil die zugrunde liegenden Datenbestände rechtlich geschützt sind. Nach dem Datenbankherstellerrecht (§ 87a ff. UrhG) genießt eine Datenbank, deren Aufbau eine wesentliche Investition erfordert, ein eigenes Schutzrecht. Der systematische Bezug wesentlicher Teile ist deshalb an einen Lizenzvertrag mit dem Datenbankhersteller gebunden, etwa bei der ABDADatenbank über ABDATA.
Der Anwendungszugriff erlaubt es, Daten in einer Web-Oberfläche anzusehen und einzeln zu recherchieren, ohne Massenexport. Die Rohdatenlizenz erlaubt es, die Daten in großem Umfang maschinenlesbar zu beziehen, im eigenen System zu speichern und weiterzuverarbeiten. Erstere adressiert die Ansicht, letztere den Rohbezug der Daten selbst.
Über einen Schnittstellenzugang. In der Regel per REST-API und Webservice für den laufenden, automatisierten Abruf oder per Datei-Export in Formaten wie JSON, CSV, XML und Excel für periodische Vollabzüge. Die Rohdatenlizenz klärt, welche Daten Sie beziehen dürfen, die Schnittstelle klärt den technischen Weg des Bezugs.
Ja. pharmazie.com liefert aggregierte Arzneimitteldaten aus über 25 Datenbanken, einschließlich des ABDA-Artikelstamms mit über 260 auswertbaren Feldern je Artikel, sowohl als Rohdatenlizenz per REST-API und Datenexport als auch als Web-Anwendung. Der Bezug ist formatoffen und in ERP-, Warenwirtschafts- und Klinik-Systeme integrierbar.
Das lässt sich nicht pauschal beziffern. Umfang, Lizenzformen und Aktualisierungsrhythmus sind vertragsabhängig und werden pro Anwendungsfall vereinbart, öffentlich genannte Pauschalpreise gibt es nicht. Sinnvoll ist ein auf den konkreten Datenbedarf zugeschnittenes Angebot, das Datenbestand, Bezugsweg und Aktualisierung gemeinsam festlegt.