Drug Supply Shortage Monitor

Scan through supply shortages and find alternatives with the premium version of pharmazie.com.

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Paste your PZN list, for example from your house list, assortment or order list. The radar matches it instantly and entirely in your browser against all current BfArM shortages. For every hit, pharmazie.com shows you the available alternative, including EU import.

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Source: public reporting register for supply shortages of the BfArM (§ 52b German Medicines Act). Snapshot, does not replace pharmaceutical assessment. Details on reason, expected end and alternative product are taken unchanged from the reporting marketing authorization holder. For healthcare professionals only.

Was ist ein Lieferengpass bei Arzneimitteln?

Ein Lieferengpass bezeichnet eine über die übliche Dauer hinausgehende Unterbrechung der Lieferfähigkeit eines Arzneimittels oder eine deutlich erhöhte Nachfrage, die nicht angemessen bedient werden kann. Als Richtwert gilt eine voraussichtliche Dauer von mehr als zwei Wochen. Ein Lieferengpass beschreibt damit zunächst eine Situation auf Hersteller- und Großhandelsebene: Das Produkt ist vorübergehend nicht oder nicht in ausreichender Menge verfügbar.

Davon abzugrenzen ist der Versorgungsengpass. Ein Lieferengpass führt nicht zwangsläufig zu einem Versorgungsengpass, weil häufig wirkstoffgleiche Alternativen, andere Darreichungsformen oder Importe verfügbar sind, mit denen die Behandlung fortgeführt werden kann. Erst wenn für die betroffenen Patientinnen und Patienten keine therapeutisch geeignete Alternative mehr zur Verfügung steht, spricht man von einem Versorgungsengpass. Für Fachkreise ist diese Unterscheidung entscheidend: Der operative Aufwand liegt darin, einen Lieferengpass früh zu erkennen und die Versorgung durch geeignete Alternativen abzusichern, bevor er zum Versorgungsengpass wird.

Wie der Lieferengpass-Monitor Ihr Sortiment prüft

Der Lieferengpass-Monitor auf pharmazie.com richtet sich an Fachkreise, die den Überblick über ihr eigenes Sortiment behalten müssen: Apotheken mit Großhandelserlaubnis, Krankenhausapotheken, Großhandel und Market-Access-Verantwortliche. Statt Engpasslisten manuell zu durchsuchen, gleichen Sie Ihr Sortiment gezielt ab.

  • Sortiment per PZN abgleichen: Sie prüfen Ihre eigenen Artikel anhand der Pharmazentralnummer gegen den aktuellen Meldestand, statt Listen manuell abzugleichen.
  • Täglich aktualisiert: Die Datengrundlage wird laufend aktualisiert, sodass neu gemeldete Engpässe zeitnah sichtbar werden.
  • Betroffene Artikel erkennen: Der Monitor zeigt, welche Positionen Ihres Sortiments aktuell von einem gemeldeten Engpass betroffen sind.
  • Wirkstoffgleiche Alternativen finden: Zu betroffenen Artikeln lassen sich lieferbare, wirkstoffgleiche Alternativen ermitteln, um Handlungsoptionen sichtbar zu machen.
  • International recherchieren: Über Produktdaten aus 50+ Ländern können Sie die Suche nach Alternativen auch international ausweiten, wenn im Inland keine geeignete Option verfügbar ist.

Der Monitor ist eine von 25+ pharmazeutischen Datenbanken, die auf pharmazie.com in einer Suche zusammenlaufen. Der Recherche- und Abgleichaufwand, der sonst über mehrere Quellen verteilt ist, lässt sich damit für den Engpass-Fall bündeln.

Ursachen von Lieferengpässen

Lieferengpässe entstehen selten aus einem einzelnen Grund. Typische Ursachen sind:

  • Konzentration bei Wirkstoffen und Rohstoffen: Wenige Produktionsstandorte für einen Wirkstoff bedeuten, dass ein einzelner Ausfall die weltweite Verfügbarkeit trifft.
  • Produktionsprobleme: Qualitätsabweichungen, Anlagenstillstände oder ausgefallene Chargen unterbrechen die Lieferkette kurzfristig.
  • Nachfragespitzen: Saisonale Wellen, Verordnungsverschiebungen oder Ausweichbewegungen von anderen Präparaten lassen die Nachfrage schneller steigen, als sie bedient werden kann.
  • Wirtschaftliche Faktoren: Preis- und Erstattungsdruck sowie Wechselkurse können dazu führen, dass ein Produkt für bestimmte Märkte weniger attraktiv wird.

Rechtlicher Rahmen: ALBVVG und das BfArM-Register

Grundlage der Meldepflicht ist §52b AMG. Pharmazeutische Unternehmer sind verpflichtet, drohende oder bestehende Lieferengpässe für bestimmte Arzneimittel an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu melden. Vorhersehbare Engpässe sollen frühzeitig angezeigt werden, unvorhergesehene unverzüglich. Für versorgungskritische verschreibungspflichtige Arzneimittel bestehen erweiterte Melde- und Informationspflichten, unter anderem gegenüber Krankenhäusern.

Mit dem Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG), das 2023 in Kraft trat, wurden diese Pflichten ausgeweitet und die Rolle des BfArM sowie eines Beirats zur Bewertung der Versorgungslage gestärkt. Das BfArM führt ein öffentlich einsehbares Register der gemeldeten Lieferengpässe. Es dokumentiert, welches Arzneimittel betroffen ist, den voraussichtlichen Zeitraum und den Meldestatus.

Das Register schafft Transparenz, hat aber Grenzen. Es bildet gemeldete Engpässe ab, nicht automatisch die vollständige Marktlage. Es sagt Ihnen, dass ein Artikel betroffen ist, aber nicht, welche lieferbare Alternative in Ihr Sortiment und Ihre Versorgungssituation passt. Genau an dieser Stelle setzt die Arbeit in der Praxis an: vom gemeldeten Engpass zur konkreten, verfügbaren Alternative. Weiterführende Informationen zum Register finden Sie beim BfArM.

Vom Engpass zur Alternative

Ist ein Artikel betroffen, folgt der Weg zur gesicherten Versorgung meist in mehreren Schritten:

  1. Wirkstoffgleiche Alternative prüfen: Zunächst wird ermittelt, ob ein lieferbares Präparat mit gleichem Wirkstoff, gleicher Stärke und geeigneter Darreichungsform verfügbar ist.
  2. Austauschregeln beachten: Der Austausch richtet sich nach den rahmenvertraglichen Vorgaben und den Regelungen nach §129 SGB V. Bei Nichtverfügbarkeit bestehen erweiterte Austauschmöglichkeiten, deren Voraussetzungen im Einzelfall zu prüfen sind.
  3. Import und internationale Optionen: Ist im Inland keine geeignete Alternative verfügbar, kann die Recherche international ausgeweitet werden. Produktdaten aus 50+ Ländern helfen, verfügbare Optionen im Ausland zu identifizieren.
  4. Dokumentieren: Jeder Austausch und jede Nichtverfügbarkeit sollten nachvollziehbar dokumentiert werden, um die Entscheidung gegenüber Kostenträgern und im Qualitätsmanagement zu belegen.

Der Lieferengpass-Monitor unterstützt die ersten drei Schritte, indem er betroffene Artikel und lieferbare, wirkstoffgleiche Alternativen im In- und Ausland zusammenführt. Die rechtliche Bewertung im Einzelfall, insbesondere zu Austausch und Erstattung, bleibt Ihre fachliche Entscheidung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Regelungen nach §129 SGB V und die rahmenvertraglichen Vorgaben.

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