ZusammenfassungEine PZN-Liste zu exportieren ist kein Knopfdruck, sondern eine Reihe von Entscheidungen. Welche Artikel gehören hinein, welche Felder braucht das Zielsystem, in welchem Format, und wie oft. Wer diese vier Fragen vorab klärt, bekommt eine Datei, die sich weiterverarbeiten lässt. Wer sie überspringt, bekommt eine Tabelle, die jemand von Hand nachbearbeitet.
Dieser Beitrag beschreibt die Entscheidungen, die typischen Fallen beim Format und den Unterschied zwischen einem einmaligen Export und einer laufenden Lieferung. Wie die Einzelabfrage einer PZN funktioniert, zeigt die PZN-Suche.
Erstens: Welche Artikel? Der Umfang entscheidet über alles Weitere. Drei Zuschnitte sind üblich: die eigene Artikelliste, angereichert um Marktdaten. Ein Sortimentsausschnitt nach Wirkstoff, ATC-Gruppe oder Indikation. Oder der Gesamtbestand eines Marktes, was selten gebraucht und oft angefragt wird.
Zweitens: Welche Felder? Der Artikelstamm führt je Pharmazentralnummer eine dreistellige Zahl auswertbarer Felder. Ein Export, der alle mitnimmt, ist unbrauchbar, weil niemand ihn liest. Sinnvoll ist die Frage, welche Felder im Zielsystem tatsächlich verarbeitet werden.
Drittens: Welches Format? CSV, Excel, JSON oder XML sind alle machbar und unterscheiden sich in dem, was danach passiert. Dazu gleich mehr.
Viertens: Einmalig oder laufend? Ein einmaliger Export ist eine Momentaufnahme. Eine laufende Lieferung ist ein Datenbezug mit Lizenz, Rhythmus und Vorhaltedauer. Das sind zwei verschiedene Vorgänge, auch wenn die Datei gleich aussieht.
Die meisten Exporte beginnen nicht beim Gesamtbestand, sondern bei einer eigenen Liste. Ein Haus hat sein Sortiment im System, und es fehlen die Marktdaten dazu: Preise, Status, Nachfolger, Wirkstoffangaben.
Dieser Weg hat einen praktischen Vorteil: Die Liste ist bereits der Filter. Statt eine Auswahlregel zu formulieren, laden Sie Ihre PZN hoch und bekommen die angereicherten Zeilen zurück. Das Ergebnis ist so groß wie Ihr Sortiment, nicht so groß wie der Markt.
Voraussetzung ist eine saubere PZN-Spalte. Und genau hier scheitern Exporte am häufigsten, bevor sie beginnen: Wer intern mit eigenen Materialnummern arbeitet, muss die Zuordnung erst herstellen. Wie das aufgesetzt wird, beschreibt der Beitrag PZN, Materialnummer und FAM-Nummer verknüpfen.
Beim Export von Artikeldaten wiederholen sich drei Fehler, und alle drei fallen erst im Zielsystem auf.
Die führende Null. Pharmazentralnummern können mit einer Null beginnen. Tabellenkalkulationen deuten das Feld als Zahl und schneiden sie ab. Aus einer achtstelligen PZN wird eine siebenstellige, und der Abgleich schlägt fehl. Abhilfe: die Spalte ausdrücklich als Text führen, oder gleich CSV statt Excel nutzen und beim Import den Spaltentyp setzen.
Das Dezimaltrennzeichen. Preise mit Komma statt Punkt, oder umgekehrt, je nach Ländereinstellung des Systems. Bei einer Datei, die zwischen Systemen wandert, gehört das Trennzeichen in die Absprache, nicht in die Annahme.
Die Zeichenkodierung. Umlaute in Handelsnamen und Zulassungsinhabern zerfallen, wenn Export und Import verschiedene Kodierungen annehmen. UTF-8 auf beiden Seiten löst das, aber es muss vereinbart sein.
Der Feldbedarf hängt am Zweck. Drei Zuschnitte decken die meisten Fälle ab.
| Zweck | Kernfelder | Was oft fehlt |
|---|---|---|
| Stammdatenabgleich | PZN, Handelsname, Darreichungsform, Packungsgröße, Zulassungsinhaber, Vertriebsstatus | Nachfolge-PZN bei ausgelisteten Artikeln |
| Preisauswertung | PZN, Preise je Preisart mit Gültigkeitsdatum, Festbetrag, Rabattvertragskennzeichen | das Gültigkeitsdatum, ohne das Preise nicht zuordenbar sind |
| Sortimentsanalyse | PZN, ATC-Code, Wirkstoff, Stärke, Verschreibungsstatus, Warengruppe | die Wirkstoffmenge, ohne die sich Stärken nicht vergleichen lassen |
Das häufigste fehlende Feld ist die Nachfolge-Referenz. Ein Artikel, der aus dem Handel geht, verschwindet nicht aus historischen Daten. Ohne den Verweis auf den Nachfolger bricht jede Zeitreihe an dieser Stelle ab.
Ein Export, der zweimal gemacht wird, ist etwas anderes als zwei einzelne Exporte. Sobald verglichen werden soll, kommen drei Anforderungen dazu.
Ein Stichtag je Zeile. Ohne ihn lässt sich nicht sagen, auf welchen Stand sich ein Preis bezieht. Bei Preisen, die im 14-tägigen Rhythmus wechseln, ist das keine Feinheit.
Stabile Schlüssel. Die Pharmazentralnummer ist stabil, der Handelsname nicht. Wer über den Namen abgleicht, bekommt bei jeder Umbenennung eine falsche Differenz.
Umgang mit Abgängen. Ein Artikel, der im zweiten Export fehlt, kann ausgelistet sein oder aus dem Filter gefallen sein. Ohne Kennzeichnung sind diese Fälle nicht unterscheidbar, und beide führen zu unterschiedlichen Konsequenzen.
Wer diese drei Punkte vorsieht, kann Zeitreihen bilden. Wer sie nachrüstet, beginnt die Reihe von vorn.
Der Unterschied ist vertraglich, nicht technisch.
Ein einmaliger Export beantwortet eine Frage zu einem Zeitpunkt. Er eignet sich für eine Analyse, einen Abgleich oder eine Bestandsaufnahme. Danach veraltet er, und zwar schneller als gedacht: Der Artikelstamm wird täglich aktualisiert, Preis-Updates laufen im 14-tägigen Rhythmus.
Eine laufende Lieferung hält einen Bestand aktuell. Sie braucht drei Vereinbarungen: den Rhythmus, das Format und die Frage, ob Änderungen ausgewiesen werden. Der dritte Punkt wird am häufigsten vergessen und ist der wichtigste, wenn nachvollziehbar bleiben soll, was sich wann geändert hat.
Wer eine Lieferung plant, klärt zusätzlich die Vorhaltedauer. Der vereinbarte Rhythmus bestimmt, wie lange ein Stand im eigenen System genutzt werden darf. Das ist eine Lizenzfrage, keine technische, und sie steht im Vertrag, nicht in der Spezifikation.
Beides liefert dieselben Inhalte, aber sie passen zu verschiedenen Situationen.
| Export | Schnittstelle | |
|---|---|---|
| Passt, wenn | ein Stand ausgewertet wird, Menschen damit arbeiten, die Frequenz niedrig ist | ein System zur Laufzeit fragt, Aktualität je Abruf zählt |
| Aufwand beim Start | gering, eine Datei | höher, Anbindung und Fehlerbehandlung |
| Aufwand danach | je Lauf erneut, meist manuell | gering, läuft mit |
| Typischer Fehler | der Stand veraltet unbemerkt | zu viele Abfragen für einen Zweck, der ein Export gewesen wäre |
Als Faustregel: Wird die Datei geöffnet und gelesen, ist der Export richtig. Wird sie nur eingelesen, damit ein System darauf zugreift, war meist die Schnittstelle gemeint.
Ein Export ist kein Datenbezug. Was mit der Datei geschehen darf, also auswerten, im eigenen System halten, an Dritte weitergeben, regelt die Lizenz. Eine Datei in der Hand zu haben, bedeutet nicht, sie beliebig verwenden zu dürfen.
Der Export sagt nichts über Verfügbarkeit. Vertriebsstatus und Lieferbarkeit sind zwei verschiedene Dinge. Ein Artikel kann im Vertrieb und trotzdem nicht beschaffbar sein.
Größe ist kein Qualitätsmerkmal. Ein Export über den Gesamtbestand ist selten hilfreich. Nützlich wird er durch den Zuschnitt, nicht durch die Zeilenzahl.
Ein brauchbarer PZN-Export beginnt mit vier Entscheidungen: Umfang, Felder, Format, Frequenz. Die drei häufigsten Fehler betreffen das Format, nämlich abgeschnittene führende Nullen, uneinheitliche Dezimaltrennzeichen und zerfallende Umlaute. Wer laufend liefern lässt, klärt zusätzlich, ob Änderungen ausgewiesen werden und wie lange ein Stand genutzt werden darf.
Weiterführend: wie ein laufender Abgleich zwischen eigenen Artikeldaten und dem Marktbestand aufgesetzt wird und wann eine Schnittstelle sinnvoller ist als ein Export. Wenn Sie den Feldsatz gegen Ihre Spezifikation legen wollen, buchen Sie eine Demo.
Dieser Inhalt richtet sich an Fachkreise und stellt keine medizinische Beratung dar. Zuletzt geprüft: September 2026.
Über vier Entscheidungen: Welche Artikel gehören hinein, welche Felder braucht das Zielsystem, in welchem Format, und einmalig oder laufend. Der übliche Einstieg ist die eigene Artikelliste, die um Marktdaten angereichert wird. Dann ist die Liste bereits der Filter, und das Ergebnis ist so groß wie Ihr Sortiment statt wie der Markt.
Der Unterschied ist vertraglich, nicht technisch. Ein einmaliger Export ist eine Momentaufnahme für eine Analyse. Eine laufende Lieferung hält einen Bestand aktuell und braucht drei Vereinbarungen: Rhythmus, Format und die Frage, ob Änderungen ausgewiesen werden. Dazu kommt die Vorhaltedauer, die der vereinbarte Rhythmus bestimmt.
Weil Tabellenkalkulationen die Spalte als Zahl deuten und führende Nullen abschneiden. Aus einer achtstelligen PZN wird eine siebenstellige, und jeder Abgleich schlägt fehl. Abhilfe: die Spalte ausdrücklich als Text führen, oder CSV statt Excel nutzen und beim Import den Spaltentyp setzen.
Als Faustregel: Wird die Datei geöffnet und von Menschen gelesen, ist der Export richtig. Wird sie nur eingelesen, damit ein System darauf zugreift, war meist die Schnittstelle gemeint. Der Export hat den geringeren Startaufwand, die Schnittstelle den geringeren Aufwand danach.
Das hängt am Zweck. Für den Stammdatenabgleich PZN, Handelsname, Darreichungsform, Packungsgröße, Zulassungsinhaber und Vertriebsstatus. Für eine Preisauswertung zusätzlich Preise je Preisart mit Gültigkeitsdatum, Festbetrag und Rabattvertragskennzeichen. Am häufigsten vergessen wird die Nachfolge-Referenz für ausgelistete Artikel.
Das hängt daran, wie schnell die genutzten Felder veralten. Der Artikelstamm wird täglich aktualisiert, Preis-Updates laufen im 14-tägigen Rhythmus. Wer Preise auswertet, arbeitet mit einem monatlichen Export bereits mit veralteten Werten. Wer nur Stammdaten abgleicht, kommt mit größeren Abständen aus.