ZusammenfassungDie ABDA-Datenbank Internationale Fertigarzneimittel erfasst Informationen zu Originalpräparaten und Generika aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und mehr als 50 weiteren Ländern. Sie umfasst rund 120.000 international registrierte Arzneimittel und verknüpft jedes Präparat mit seinem Zulassungsinhaber, seinen Wirkstoffen und klinisch relevanten Angaben. Für Fachkreise ist sie damit die Grundlage, um Arzneimittel nicht nur national, sondern über Ländergrenzen hinweg zu identifizieren, zu vergleichen und einzuordnen.
Der Datenbestand ist strukturiert und auf die Recherche im internationalen Marktumfeld ausgelegt. Zu jedem Eintrag stehen typischerweise folgende Informationen bereit:
Ausgehend vom Namen oder vom Wirkstoff eines Arzneimittels lassen sich alle Produkte mit einem bestimmten Wirkstoff und einer bestimmten Konzentration als Liste zusammenstellen. Genau diese wirkstoffbezogene Sicht über mehrere Märkte hinweg unterscheidet die internationale Datenbank von einer reinen Produktliste eines einzelnen Landes.
Nationale Arzneimitteldaten bilden präzise einen einzelnen Markt ab, mit den dort gebräuchlichen Handelsnamen, Packungsgrößen und regulatorischen Kennungen. Ihr Nutzen endet jedoch an der Landesgrenze. Ein Präparat, das in Deutschland nicht oder nicht mehr verfügbar ist, taucht in einem rein nationalen Bestand schlicht nicht als Alternative aus einem anderen Land auf.
Internationale Arzneimitteldaten setzen an dieser Lücke an. Sie beantworten Fragen, die sich mit nationalen Beständen nicht klären lassen: In welchen Ländern ist ein Wirkstoff in vergleichbarer Konzentration zugelassen? Welcher Hersteller oder Zulassungsinhaber steht hinter einem ausländischen Handelsnamen? Welche Zusammensetzung hat ein Produkt, das auf einem anderen Markt vertrieben wird? Erst diese länderübergreifende Perspektive macht Beschaffung, Zulassungsanalyse und wissenschaftliche Recherche über Grenzen hinweg belastbar.
Ist ein benötigtes Arzneimittel im Inland nicht verfügbar, lässt sich prüfen, in welchen Ländern ein gleichwertiges Präparat registriert ist und wer es in Verkehr bringt. Für Apotheken und Krankenhäuser ist das die Ausgangsbasis für internationale Beschaffungswege, in Deutschland etwa für den Einzelimport nach §73 Abs. 3 AMG. Der Pharma-Handel nutzt die Datenbank, um Kunden konkrete internationale Bezugsquellen für Produkte zu benennen, die vor Ort nicht erhältlich sind.
Wer von einem Wirkstoff ausgeht, erhält die Präparate, in denen er in einer bestimmten Konzentration enthalten ist, als Übersicht. Über den Zulassungsinhaber lässt sich umgekehrt sein Portfolio über mehrere Märkte sichten. Für Zulassung, Market Access und die pharmazeutische Industrie ist das eine effiziente Grundlage, um Marktpräsenz, Wettbewerbsumfeld und Verantwortlichkeiten zu bewerten.
In der klinischen Forschung zählt die genaue Zusammensetzung von Produkten auf den jeweils zugelassenen Märkten. Alle Produkte mit einem bestimmten Wirkstoff und einer bestimmten Konzentration auf einen Blick zu erhalten, verkürzt etwa die Auswahl passender Präparate erheblich, ohne dass jeder Markt einzeln durchsucht werden muss.
Die Daten stammen aus dem ABDATA Pharma-Daten-Service in Eschborn und werden 14-tägig aktualisiert. Damit ist der Bestand auf regelmäßige Pflege ausgelegt, was für Aufgaben mit regulatorischer oder versorgungskritischer Bedeutung Voraussetzung ist. Ein aktueller und strukturierter Bestand verhindert, dass Recherchen auf überholten Handelsnamen, veralteten Zulassungsinhabern oder nicht mehr gültigen Länderzuordnungen aufsetzen.
Ihren vollen Nutzen entfaltet die internationale Datenbank im Zusammenspiel mit weiteren Beständen. Auf pharmazie.com ist sie Teil eines Verbunds von mehr als 25 Arzneimitteldatenbanken. Über eine zentrale Suche lässt sich zu einem Zulassungsinhaber oder Wirkstoff parallel in allen angebundenen Datenbanken recherchieren, statt Quellen einzeln zu befragen. So verbindet sich die internationale Sicht mit nationalen und wirkstoffbezogenen Beständen zu einem durchgängigen Rechercheweg. Für Fachkreise, die internationale Arzneimitteldaten benötigen, ist das eine gescopte, aber leistungsfähige Grundlage für Beschaffung, Zulassungsanalyse und Forschung.
Sie listet Informationen zu Originalpräparaten und Generika aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und mehr als 50 Ländern. Erfasst sind rund 120.000 international registrierte Arzneimittel mit ihren Zulassungsinhabern, Wirkstoffen sowie pharmakologischen, toxikologischen und klinischen Daten wie Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen.
Wenn ein Präparat im Inland nicht verfügbar ist, lässt sich prüfen, in welchen Ländern ein gleichwertiges Produkt registriert ist und wer es in Verkehr bringt. Das unterstützt internationale Beschaffungswege, in Deutschland etwa den Einzelimport nach §73 Abs. 3 AMG durch Apotheken und Kliniken.
Nationale Datenbestände bilden ausschließlich den heimischen Markt ab und enden an der Landesgrenze. Die internationale Datenbank macht dagegen Präparate über Ländergrenzen hinweg sichtbar und vergleichbar, etwa welche Produkte mit einem Wirkstoff in welchen Ländern registriert sind und wer der jeweilige Zulassungsinhaber ist.
Die Daten stammen aus dem ABDATA Pharma-Daten-Service in Eschborn und werden 14-tägig aktualisiert.
Zielgruppe sind medizinische Fachkreise, die pharmazeutische Industrie, der Pharma-Handel, Krankenkassen und der Zulassungsbereich. Sie richtet sich ausschließlich an Fachkreise, nicht an Patienten.
Ja. Auf pharmazie.com ist sie Teil eines Verbunds von mehr als 25 Arzneimitteldatenbanken. Über eine zentrale Suche lässt sich zu einem Zulassungsinhaber oder Wirkstoff parallel in allen angebundenen Beständen recherchieren, statt Quellen einzeln abzufragen.