Datenintegration und APIs
July 23, 2026
6 Minuten

API für Arzneimittelinformationen und Produktabbildungen: Was eine Schnittstelle liefern muss

Sie erfahren, was eine API leisten muss, um Arzneimittelinformationen und Produktabbildungen gemeinsam auszuliefern, und wie Sie beides in Ihre Systeme integrieren.

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Inhaltsverzeichnis
    Zusammenfassung
    • Eine API für Arzneimittelinformationen und Produktabbildungen liefert Stammdaten, Fachinformationen und Packungsbilder strukturiert über einen einzigen Aufruf.
    • Abfragen erfolgen typischerweise per PZN, Name oder Wirkstoff, die Antwort kommt maschinenlesbar als JSON oder XML.
    • Produktabbildungen werden meist als referenzierte Bild-URL geliefert, sodass sie direkt in Ihrer Oberfläche anzeigbar sind.
    • Interoperabilität über REST und die Ausrichtung an FHIR erleichtern die Anbindung an bestehende Systeme.
    • pharmazie.com bündelt mehr als 20 pharmazeutische Datenbanken samt Produktabbildungen in einer Schnittstelle.

    Eine API für Arzneimittelinformationen und Produktabbildungen liefert je Präparat einen strukturierten Datensatz und die zugehörige Abbildung über einen einzigen Aufruf. Statt Stammdaten, Fachinformationen und Packungsbilder aus getrennten Quellen zusammenzusuchen, fragt Ihre Anwendung die Schnittstelle ab und erhält beides zusammen: maschinenlesbar, aktuell und direkt in der eigenen Oberfläche anzeigbar. Dieser Beitrag zeigt Fachkreisen, was eine solche Schnittstelle enthalten sollte, wie Produktabbildungen ausgeliefert werden und worauf Sie bei der Integration achten.

    Was eine Arzneimittel-API enthalten sollte

    Eine Arzneimitteldatenbank-API ist eine Programmierschnittstelle, über die externe Systeme automatisiert auf eine zentrale Arzneimitteldatenbank zugreifen, statt jede Information manuell zu recherchieren. Für den Anwendungsfall Informationen plus Produktabbildungen sind vor allem diese Bestandteile relevant:

    • Stammdaten: Name, Wirkstoff, Darreichungsform, Packungsgröße, Hersteller und Zulassungsstatus eines Arzneimittels.
    • Produktabbildungen: Fotos der Verpackung oder der Darreichungsform, die sich direkt im System anzeigen lassen und Verwechslungen reduzieren.
    • Fachinformationen und Beipackzettel: Offizielle Dokumente wie SmPC und PIL, abrufbar über die Schnittstelle.
    • Klassifikationen: Einordnung nach ATC-Code, PZN und ICD-10-Indikationen, die die Verknüpfung mit anderen Systemen erleichtert.

    In Deutschland sind mehr als 100.000 Arzneimittel zugelassen. Eine Schnittstelle, die Informationen und Bild gebündelt liefert, hält diesen Bestand für Ihre Anwendung beherrschbar.

    Warum Informationen und Abbildung zusammengehören

    Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn Text und Bild aus derselben Quelle kommen. Zeigt Ihre Oberfläche neben den Stammdaten auch die passende Packungsabbildung, sinkt das Risiko einer Verwechslung bei der Abgabe spürbar. Zugleich sparen Sie Pflegeaufwand: Sie müssen Bilder nicht getrennt beschaffen, benennen und aktuell halten, sondern beziehen sie über denselben Aufruf wie die zugehörigen Daten. Das hält die Datengrundlage konsistent und Ihre Anwendung schlank.

    Wie Produktabbildungen technisch ausgeliefert werden

    In der Praxis liefert die API die Abbildung meist nicht als Rohbild im Datensatz, sondern als referenzierte Bild-URL. Ihre Oberfläche lädt das Bild über diese Referenz und zeigt es an der gewünschten Stelle an. Vorteil: Der Datensatz bleibt kompakt, und die Anzeige lässt sich flexibel in Warenwirtschaft, Klinik-IT oder Fachanwendungen einbinden. Die Zuordnung erfolgt sauber über die PZN, sodass zu jedem Präparat die richtige Abbildung erscheint.

    Formate und Abfragewege

    Eine gute Arzneimittel-API folgt dem REST-Standard und gibt Daten in maschinenlesbaren Formaten wie JSON oder XML zurück. Das macht die Einbindung in moderne Web- und Mobilanwendungen unkompliziert. Entwickler arbeiten mit vertrauten Werkzeugen und nutzen die Endpunkte flexibel:

    • Abfrage per PZN: Der direkte Weg zum vollständigen Datensatz eines Präparats samt Abbildung.
    • Abfrage per Name oder Wirkstoff: Für Suchen, bei denen die PZN nicht vorliegt.
    • Strukturierte Antwort: JSON oder XML, ohne Medienbruch weiterverarbeitbar.

    Gibt Ihr System eine PZN in die lokale Maske ein, ruft die Schnittstelle im Hintergrund die aktuellen Informationen ab und stellt sie samt Bild sofort bereit.

    Integration und Interoperabilität

    Ihren vollen Wert entfaltet eine Arzneimittel-API erst durch einfache Integration. Der REST-Ansatz mit JSON oder XML ist dafür die Grundlage. Darüber hinaus setzt sich im Gesundheitswesen der Standard HL7 FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) durch, um den Datenaustausch zwischen Systemen zu harmonisieren. Auch das BfArM betont die Bereitstellung medizinischer Daten über FHIR-REST-APIs als Schlüssel zur Interoperabilität. Eine an FHIR ausgerichtete Schnittstelle lässt sich damit in Umgebungen wie Klinikinformationssysteme oder elektronische Patientenakten einpassen.

    Ergänzend stehen amtliche Arzneimitteldaten über Portale wie PharmNet.Bund des BfArM für Fachkreise bereit. Eine leistungsfähige API nutzt offizielle Codierungen wie ATC-Code, PZN und ICD-10, damit sich ihre Daten reibungslos mit anderen Systemen verknüpfen lassen.

    Woran Sie eine belastbare Schnittstelle erkennen

    Nicht jede Arzneimittel-API deckt den Anwendungsfall Informationen plus Abbildung sauber ab. Prüfen Sie vor der Anbindung diese Punkte:

    • Vollständiger Datensatz je PZN: Stammdaten, Klassifikationen und die Bildreferenz gehören in eine Antwort, nicht in getrennte Aufrufe an fremde Quellen.
    • Dokumentation und Beispiele: Klare Endpunktbeschreibungen, Codebeispiele und ein erreichbarer Support verkürzen die Integration erheblich.
    • Standardkonforme Formate: REST mit JSON oder XML statt proprietärer Sonderwege, damit sich die Schnittstelle in Ihre bestehende Architektur fügt.
    • Nachvollziehbare Quellen: Die Daten sollten aus geprüften Quellen stammen und vor der Bereitstellung kontrolliert werden.

    Diese Kriterien trennen eine bloße Datenablage von einer Schnittstelle, die im laufenden Betrieb trägt.

    Datenschutz und Betrieb

    Sobald patientennahe Anfragen die Schnittstelle nutzen, etwa aus eRezept- oder ePA-Systemen, rückt die Datensicherheit in den Vordergrund. Achten Sie auf eine DSGVO-konforme Plattform mit Verschlüsselung und Zugriffsmanagement. pharmazie.com ist ein in Deutschland entwickeltes System mit über 30 Jahren Erfahrung im Umgang mit Arzneimitteldaten, deutschem Support und geprüften Datenquellen. Das ist relevant, wenn eine Schnittstelle nicht nur kurzzeitig funktionieren, sondern im Regelbetrieb verlässlich liefern soll.

    Aktualität als Qualitätsmerkmal

    Eine Schnittstelle ist nur so gut wie die Daten dahinter. Entscheidend ist, wie oft die einzelnen Datenpunkte gepflegt werden. Bei pharmazie.com werden Teile der Daten täglich aktualisiert, etwa Lieferengpass-Informationen, während der ABDA-Artikelstamm im Zwei-Wochen-Rhythmus gepflegt wird. Über die API arbeiten alle angebundenen Systeme mit derselben gepflegten Grundlage, sodass Entscheidungen nicht auf veralteten Informationen beruhen.

    Wer von einer solchen API profitiert

    Der kombinierte Zugriff auf Informationen und Abbildungen ist für mehrere Gruppen im Fachumfeld relevant:

    ZielgruppeNutzen
    Softwareanbieter im GesundheitswesenBinden Arzneimitteldaten samt Bild über die API ein, statt jedes Detail selbst zu pflegen, und konzentrieren sich auf ihre Kernfunktion.
    Apotheken mit eigener SystemlandschaftPrüfen Angaben per PZN und zeigen die passende Produktabbildung an, um Verwechslungen zu vermeiden.
    Klinik-ITIntegriert strukturierte Arzneimitteldaten und Bilder in bestehende Informationssysteme, idealerweise über FHIR-nahe Schnittstellen.
    Kostenträger und FachanwendungenSpeisen eigene Anwendungen mit aktuellen, einheitlich klassifizierten Arzneimittelinformationen.

    pharmazie.com als Datengrundlage

    pharmazie.com bündelt mehr als 20 pharmazeutische Datenbanken in einer Plattform und stellt Arzneimittelinformationen samt Produktabbildungen über Webservices bereit. Der ABDA-Artikelstamm ist dabei enthalten. Die modulare Architektur erlaubt es, genau die Bausteine zu beziehen, die Sie benötigen: von der reinen Produktinformation mit Abbildung bis zu ergänzenden Modulen wie einer Interaktionsprüfung. So bleibt die Integration auf Ihren Anwendungsfall zugeschnitten.

    Wenn Sie Arzneimittelinformationen und Produktabbildungen gemeinsam in Ihre Systeme bringen möchten, achten Sie auf drei Punkte: einen strukturierten Datensatz je PZN, eine saubere Auslieferung der Bilder über Referenzen und eine an gängigen Standards ausgerichtete Schnittstelle. Diese drei Eigenschaften entscheiden, ob Informationen und Abbildung in Ihrem Workflow wirklich zusammenspielen.

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    Ursula Tschorn
    Ursula Tschorn ist Geschäftsführerin der DACON DACON Datenbank Consulting GmbH und beschäftigt sich seit 1989 mit dem Aufbau pharmazeutischer Informationsinfrastrukturen. Sie schreibt über Standards für Arzneimitteldaten, Preisregulierung und Marktzugang in der DACH-Region.

    FAQ

    Was liefert eine API für Arzneimittelinformationen und Produktabbildungen?
    Kann ich gezielt per PZN abfragen?
    In welchen Formaten und über welche Abfragewege kommen die Daten?
    Ist eine solche API interoperabel und zukunftssicher?
    Wie werden die Produktabbildungen technisch ausgeliefert?
    Wie aktuell sind die Daten hinter einer Arzneimittel-API?
    Seit 1989 vertrauen über 1.000 Kunden auf unsere Daten.

    Die umfassendste Arzneimitteldatenbank für Fachkreise.