Arzneimittel Preisvergleich Tool für Großhändler: Strategische Marktanalyse, regulatorische Compliance und digitale Transformation im pharmazeutischen Sektor 2026

von | Dez. 30, 2025 | Arzneimittelpreise

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Executive Summary

Die pharmazeutische Großhandelsbranche steht im Jahr 2025 vor einer historischen Zäsur. Während die globale Nachfrage nach Arzneimitteln durch demografische Verschiebungen und chronische Krankheitslasten stetig steigt, sehen sich Großhändler in Deutschland und Europa mit einer toxischen Mischung aus regulatorischer Überregulierung, erodierenden Margen und disruptiven Lieferkettenproblemen konfrontiert. In diesem hochvolatilen Umfeld hat sich die Rolle des Großhändlers fundamental gewandelt: Vom reinen Logistikdienstleister, der physische Warenströme bewegt, hin zum Informationsbroker, der komplexe Datenströme in Echtzeit managen muss, um wirtschaftlich überlebensfähig zu bleiben.

Das Keyword „Arzneimittel Preisvergleich Tool für Großhändler“ repräsentiert in diesem Kontext weit mehr als eine Software zur bloßen Kostenoptimierung. Es steht für die notwendige digitale Infrastruktur, die es Unternehmen ermöglicht, in einem fragmentierten europäischen Binnenmarkt Arbitrage-Effekte zu nutzen, die strengen Vorgaben des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) und des Lieferengpassbekämpfungsgesetzes (ALBVVG) zu erfüllen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Dieser umfassende Fachbericht analysiert die makroökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Jahres 2025, dekonstruiert die Mechanismen der Preisbildung im europäischen Parallelhandel und stellt die technologische Antwort auf diese Herausforderungen dar. Im Zentrum steht dabei die Plattform pharmazie.com, deren proprietäre Technologien wie die „Eisbergsuche®“ einen Paradigmenwechsel in der Datenbeschaffung markieren. Wir untersuchen detailliert, wie der Zugriff auf über 25 verknüpfte internationale Datenbanken die strategischen Entscheidungsprozesse im Einkauf, Vertrieb und Market Access revolutioniert.

1. Makroökonomische und regulatorische Rahmenbedingungen 2025

1.1 Die ökonomische Zange: Margendruck und Kostenexplosion

Der pharmazeutische Großhandel in Deutschland operiert traditionell auf einem schmalen Grat zwischen Effizienz und regulatorischer Fesselung. Die Vergütungsstruktur ist gesetzlich starr fixiert und entkoppelt sich zunehmend von der realwirtschaftlichen Kostenentwicklung. Gemäß der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisVO) dürfen Großhändler auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) lediglich einen prozentualen Zuschlag von 3,15 Prozent erheben, der jedoch bei einem Betrag von 37,80 Euro gedeckelt ist. Hinzu kommt ein Festzuschlag von 70 Cent pro Packung. Diese Deckelung bedeutet, dass bei hochpreisigen Innovationstherapien, die im Einkauf enorme Kapitalbindung verursachen, die relative Marge gegen Null tendiert, während das finanzielle Risiko überproportional steigt.

Die Situation verschärfte sich in den Jahren 2023 bis 2025 dramatisch durch externe Schocks und juristische Interventionen. Zum einen explodierten die Betriebskosten für Energie, Personal und GDP-konforme Logistik (Kühlkettenmanagement). Zum anderen beschnitt der Bundesgerichtshof (BGH) mit seinem Urteil zur Unzulässigkeit bestimmter Skonto-Modelle die letzte verbliebene Flexibilität in der Konditionengestaltung gegenüber den Apotheken.Wo früher Skonti genutzt wurden, um Marktanteile zu sichern, herrscht heute eine strikte juristische Barriere, die den Wettbewerb weg vom Preis hin zur Servicequalität und Verfügbarkeit verlagert.

In diesem Szenario wird die Information zum entscheidenden Produktionsfaktor. Wenn die Marge im Standardgeschäft (Regelversorgung) wegbröckelt, müssen Großhändler alternative Ertragsquellen erschließen. Dazu gehören der intelligente Einkauf von Importarzneimitteln, die Ausnutzung von Preisdifferenzen im europäischen Ausland (Arbitrage) und das effiziente Management von Exportchancen für nicht preisgebundene Güter. Ein Arzneimittel Preisvergleich Tool für Großhändler ist das Navigationsinstrument, um in diesem ökonomischen Nebel profitable Routen zu identifizieren.

1.2 Die regulatorische Flutwelle: AMNOG und ALBVVG

Die Preisbildung für Arzneimittel ist in Europa kein freier Marktprozess, sondern das Ergebnis komplexer staatlicher Eingriffe. Zwei Gesetzeswerke dominieren die strategische Planung im Jahr 2025: das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) und das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG).

1.2.1 Das AMNOG-Regime und die Nutzenbewertung

Das AMNOG hat seit seiner Einführung die Preislandschaft für patentgeschützte Arzneimittel in Deutschland radikal verändert. Neue Wirkstoffe unterliegen einer frühen Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Der Prozess ist zweistufig: Zunächst darf der Hersteller den Preis für zwölf Monate frei festlegen (Launch-Preis). Ab dem 13. Monat gilt jedoch ein Erstattungsbetrag, der auf Basis des Zusatznutzens verhandelt wurde.

Für den Großhandel impliziert dieses System enorme Risiken und Informationsbedarfe:

  • Lagerwertrisiko: Kauft ein Großhändler Ware zum hohen Launch-Preis ein und tritt dann rückwirkend ein niedrigerer Erstattungsbetrag in Kraft, drohen Abschreibungsverluste auf den Lagerbestand.
  • Transparenznotwendigkeit: Einkäufer müssen wissen, wo im AMNOG-Prozess sich ein Produkt befindet. Hat der G-BA einen Zusatznutzen festgestellt? Droht ein Scheitern der Preisverhandlungen und damit ein Marktaustritt (Opt-out) des Herstellers?.
  • Europäische Referenzierung: Da deutsche Preise oft als Referenz für andere EU-Länder dienen (External Reference Pricing), löst ein AMNOG-Beschluss oft eine Kettenreaktion von Preissenkungen in ganz Europa aus. Ein isolierter Blick auf den deutschen Markt reicht daher nicht aus; Großhändler benötigen ein Tool, das diese Kaskadeneffekte antizipiert.

 

1.2.2 ALBVVG: Versorgungssicherheit als Gesetzesauftrag

Das ALBVVG, verabschiedet als Reaktion auf die gravierenden Lieferengpässe bei Kinderarzneimitteln und Antibiotika, hat die Pflichten des Großhandels massiv ausgeweitet. Großhändler sind nun verpflichtet, für bestimmte versorgungsrelevante Arzneimittel einen durchschnittlichen Lagerbestand von vier Wochen vorzuhalten.

Diese Lagerpflicht bindet Liquidität und Lagerkapazitäten. Umso wichtiger ist es, dass die Bevorratung datengestützt erfolgt. Ein „blindes“ Auffüllen der Lager führt zu Kapitalvernichtung. Stattdessen benötigen Logistikleiter präzise Daten über:

  • Tatsächliche Marktverfügbarkeit: Wo gibt es Engpässe? Welche Alternativpräparate sind verfügbar?
  • Preisanpassungen: Das Gesetz erlaubt für bestimmte Engpass-Arzneimittel einmalige Preisanhebungen, um die Produktion wirtschaftlicher zu machen. Diese dynamischen Preisänderungen müssen sofort in den Kalkulationssystemen des Großhandels abgebildet werden, um nicht unter Einstandspreis zu verkaufen.
  • Importoptionen: Wenn ein deutsches Präparat nicht verfügbar ist, erlaubt die Gesetzgebung unter bestimmten Umständen den Import ausländischer Ware. Hier ist ein schnelles Screening internationaler Märkte (z.B. „Gibt es Ibuprofen-Saft in Spanien?“) über Plattformen wie pharmazie.com essenziell.

1.3 Die Importförderklausel: Fluch und Segen des Parallelhandels

Ein spezifisch deutsches Phänomen, das den Großhandel massiv beschäftigt, ist die Importförderklausel im Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung (§ 129 SGB V). Apotheken sind verpflichtet, einen definierten Prozentsatz ihres Umsatzes mit preisgünstigen Importarzneimitteln zu erzielen.

Die Definition von „preisgünstig“ ist komplex und unterliegt ständigen politischen Diskussionen (z.B. die 15/15-Regel: 15% oder 15 Euro günstiger als das Original). Für den Großhandel, insbesondere für Importeure, ist dies der zentrale Hebel des Geschäftsmodells.

  • Kalkulationsdruck: Importeure müssen ihre Preise so kalibrieren, dass sie exakt in das Raster der Importquote fallen. Ein Preis, der nur 14% unter dem Original liegt, macht das Produkt für die Apotheke uninteressant, da es nicht auf die Quote angerechnet wird.
  • Automatisierung: Manuelle Berechnungen sind bei Tausenden von PZN unmöglich. Spezialisierte Softwarelösungen müssen die aktuellen Originalpreise (inkl. Herstellerabschlägen) gegen die Importpreise matchen und in Echtzeit anzeigen, ob ein Produkt „quotenfähig“ ist.

2. Die Architektur des europäischen Arzneimittelmarktes und die Rolle der Daten

2.1 Der Binnenmarkt als Arbitrage-Maschine

Europa ist theoretisch ein Binnenmarkt, praktisch jedoch ein Flickenteppich aus 27+ nationalen Gesundheitssystemen mit radikal unterschiedlichen Preisniveaus. Diese Preisdifferenzen sind der Motor des Parallelhandels.

  • Hochpreisländer: Deutschland, Dänemark, Schweiz.
  • Niedrigpreisländer: Griechenland, Spanien, Osteuropa.
    Großhändler kaufen patentgeschützte Markenpräparate in Niedrigpreisländern, verpacken sie um (Repackaging inkl. deutschsprachiger Beipackzettel) und vertreiben sie in Hochpreisländern.

Dieser Mechanismus erfordert jedoch eine enorme Datentiefe. Es reicht nicht, den Listenpreis in Griechenland zu kennen. Der Einkäufer muss wissen:

  1. Ex-Factory-Preis vs. Apotheken-Einkaufspreis: Welche Margen und Steuern schlagen im Ursprungsland zu Buche?
  2. Währungseffekte: Wie beeinflusst der Wechselkurs (z.B. Złoty zu Euro) die Marge?
  3. Verkehrsfähigkeit: Ist das Produkt im Ursprungsland identisch zugelassen? Gibt es Unterschiede in der Wirkstoffstärke oder Darreichungsform?

2.2 Die „Eisbergsuche® von pharmazie.com: Technologie als Wettbewerbsvorteil

Das Kernproblem der Datenbeschaffung im Pharma-Großhandel ist die Fragmentierung. Wer Preise in fünf Ländern vergleichen will, muss sich oft in fünf verschiedene nationale Portale einloggen, Sprachbarrieren überwinden und unterschiedliche Datenformate harmonisieren.

Die von pharmazie.com entwickelte „Eisbergsuche®“ löst dieses Problem technologisch durch eine Meta-Suchmaschine.

  • Funktionsweise: Die Suchanfrage (z.B. Wirkstoff „Adalimumab“) wird nicht nur gegen eine Datenbank, sondern simultan gegen alle angeschlossenen internationalen Datenbanken gefeuert.
  • Semantische Intelligenz: Das System erkennt Synonyme und internationale Handelsnamen. Ein deutscher Einkäufer sucht nach „Paracetamol“, und das System findet auch „Acetaminophen“ (USA/UK-Nomenklatur) oder lokale Markennamen in Osteuropa.
  • Konsolidierung: Die Ergebnisse werden in einer einheitlichen Matrix dargestellt. Der Nutzer sieht auf einen Blick:
  • Land A: Verfügbar, Preis X, Hersteller Y.
  • Land B: Lieferengpass, Preis Z.
  • Land C: Nicht zugelassen.
    Dies reduziert die Recherchezeit von Stunden auf Sekunden und minimiert das Risiko, profitable Einkaufsquellen zu übersehen.

3. Strategische Anwendungsfälle für Großhändler

Die Implementierung eines umfassenden Preisvergleichs- und Daten-Tools ermöglicht verschiedene strategische Manöver, die im Folgenden detailliert werden.

3.1 Optimierung des Imports und Erfüllung der Importquote

Wie bereits erwähnt, ist die Importquote ein ständiger Druckfaktor. Mit Tools wie dem „EU Preisrechner“ oder der integrierten Import-Analyse in pharmazie.com können Großhändler proaktiv agieren.

Der Workflow:

  1. Identifikation von Top-Sellern: Analyse der eigenen Absatzdaten, um zu sehen, welche Originalpräparate am häufigsten an Apotheken geliefert werden.
  2. Screening: Automatische Suche über die Eisbergsuche nach verfügbaren Importen in der EU für diese Top-Seller.
  3. Rentabilitätsrechnung: Das Tool berechnet automatisch den notwendigen Abgabepreis, um die „15/15-Regel“ zu erfüllen, und vergleicht diesen mit dem Einkaufspreis im Ausland zuzüglich Logistik- und Umpackkosten.
  4. Angebotserstellung: Der Großhändler kann seinen Apothekenkunden proaktiv ein Paket an „quotenerfüllenden“ Importen anbieten und sich so als strategischer Partner positionieren, der der Apotheke hilft, Retaxationen durch die Krankenkassen zu vermeiden.

3.2 Management von Lieferengpässen (Shortage Management)

Lieferengpässe sind im Jahr 2025 zur „neuen Normalität“ geworden. Großhändler stehen oft vor dem Problem, dass sie lieferunfähig sind und Kunden an den Wettbewerb oder den Direktvertrieb verlieren.

Datengetriebene Lösung:

Pharmazie.com aggregiert offizielle Engpassmeldungen (z.B. vom BfArM in Deutschland, der AGES in Österreich) und verknüpft diese mit der Produktdatenbank.

  • Frühwarnsystem: Ein „roter Punkt“ am Artikel signalisiert einen gemeldeten Engpass.
  • Alternative Sourcing: Ein Klick auf den Wirkstoff öffnet die Liste der internationalen Alternativen. Der Großhändler kann prüfen, ob er im Rahmen des § 73 Abs. 3 AMG (Einzelimport) oder durch Ausnahmegenehmigungen der Landesbehörden Ware aus dem Ausland beschaffen kann.
  • Kundenkommunikation: Der Großhändler kann der Apotheke fundiert Auskunft geben: „Das deutsche Präparat ist bis KW 45 nicht lieferbar, aber wir können Ihnen innerhalb von 24 Stunden eine importierte Alternative aus Frankreich besorgen.“ Dies stärkt die Kundenbindung massiv.

3.3 Export und internationale Distribution

Nicht nur der Import, auch der Export ist ein Geschäftsfeld. Deutsche Arzneimittel genießen weltweit einen exzellenten Ruf. Großhändler mit einer Exportlizenz nach § 52c AMG können internationale Märkte bedienen.

Anwendungsfall:

Ein Großhändler in Deutschland hat Überbestände eines bestimmten Produkts, dessen Preis in Deutschland durch einen neuen Festbetrag gesunken ist. Über das Preisvergleichstool kann er identifizieren, in welchen anderen Ländern das Produkt zu einem höheren Preis gehandelt wird oder wo gerade ein Lieferengpass besteht. Dies ermöglicht den gezielten Abverkauf in Märkte mit höherer Zahlungsbereitschaft oder dringendem Bedarf.24 Die Daten von pharmazie.com liefern hierbei auch die notwendigen Informationen zu den Zulassungsinhabern und lokalen Distributoren im Zielland, um Geschäftskontakte anzubahnen.

4. Technische Integration und Prozessqualität

In der modernen Pharmalogistik („Pharma 4.0“) darf Software keine Insel sein. Die Integration von Marktdaten in die operativen Systeme (ERP, Warenwirtschaft) ist der Schlüssel zur Skalierung.

4.1 API-First Strategie

Pharmazie.com bietet nicht nur eine Web-Oberfläche, sondern auch Schnittstellen (APIs) und Datendienste an.

  • Automatisierter Datenabgleich: Große Großhändler lassen ihren Artikelstamm (oft >100.000 Artikel) jede Nacht gegen die Datenbank laufen. Änderungen bei Preisen, Packungsgrößen oder dem regulatorischen Status (z.B. Rx-to-OTC Switch) werden automatisch ins ERP (z.B. SAP, Microsoft Dynamics) übernommen.
  • Vermeidung manueller Fehler: Manuelle Dateneingabe ist die häufigste Fehlerquelle. Ein Tippfehler beim Preis oder bei der PZN kann zu massiven finanziellen Verlusten oder Retaxationen führen. Der direkte Datenimport eliminiert dieses Risiko.

4.2 Good Distribution Practice (GDP) und Datenintegrität

Die EU-Leitlinien für die gute Vertriebspraxis (GDP) fordern nicht nur physische Sicherheit (Temperaturkontrolle), sondern auch die Validierung der Lieferkette. Großhändler müssen sicherstellen, dass sie Ware nur von autorisierten Quellen beziehen und an autorisierte Empfänger liefern.

  • Lieferantenqualifizierung: Bevor ein Großhändler Ware aus dem Ausland importiert, muss er prüfen, ob der Lieferant eine Großhandelserlaubnis besitzt. Datenbanken, die behördliche Daten und Zulassungsinformationen bündeln, unterstützen diesen Qualifizierungsprozess.
  • Fälschungsschutz (Securpharm/FMD): Die Integration von Daten zur Verifizierung der Packungsechtheit ist obligatorisch. Preisvergleichstools, die auf validen Stammdaten (IFA, ABDA) basieren, stellen sicher, dass nur verkehrsfähige und gelistete Ware gehandelt wird. Das System warnt vor Produkten, für die Rote-Hand-Briefe oder Rückrufe vorliegen.

 

4.3 Datenqualität als Compliance-Faktor

Die Qualität der Daten im ABDA-Artikelstamm ist legendär und bildet das Rückgrat der deutschen Versorgung. Datenfelder wie:

  • Lagerungshinweise: (z.B. „Kühlkette 2-8°C“)
  • Betäubungsmittel-Kennzeichen: (BtM)
  • Gefahrstoff-Informationen:
    müssen korrekt in die Lagerverwaltungssysteme (WMS) des Großhandels übernommen werden. Ein Fehler hier (z.B. ein Kühlartikel wird nicht als solcher erkannt und im normalen Regal gelagert) führt zur Unverkäuflichkeit der Ware und zu GDP-Verstößen bei Audits.30 Pharmazie.com liefert diese granularen Attribute direkt mit.

5. Zukunftsanalysen: Trends und Ausblick 2025-2030

Der Sektor entwickelt sich rasant weiter. Welche Trends werden die Anforderungen an Preisvergleichstools in den kommenden Jahren prägen?

5.1 Künstliche Intelligenz und Predictive Analytics

Der nächste Evolutionsschritt von Tools wie pharmazie.com liegt in der Vorhersagekraft.

  • Predictive Pricing: KI-Algorithmen werden historische Preisdaten, Inflationsraten und politische Ankündigungen korrelieren, um Preisentwicklungen vorherzusagen. Großhändler könnten Warnungen erhalten: „Mit 80% Wahrscheinlichkeit sinkt der Preis für Wirkstoff X in Frankreich im nächsten Quartal – jetzt Lager abbauen.“.
  • Shortage Prediction: Durch die Analyse von globalen Lieferkettendaten (z.B. Produktionsprobleme bei API-Herstellern in Indien) könnte die KI vor drohenden Engpässen warnen, noch bevor diese offiziell gemeldet werden.

5.2 Der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS)

Die Europäische Union arbeitet intensiv am Aufbau des European Health Data Space (EHDS). Dies wird die Interoperabilität von Gesundheitsdaten über Grenzen hinweg massiv erleichtern. Für Preisdatenbanken bedeutet dies potenziell den Zugriff auf noch strukturiertere Echtzeitdaten aus allen EU-Mitgliedstaaten, was die Transparenz weiter erhöht und Arbitrage-Modelle effizienter, aber auch wettbewerbsintensiver macht.

5.3 Nachhaltigkeit (ESG) als neue Währung

Ab 2025/2026 werden Großhändler zunehmend nach ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) bewertet. Der Import eines Medikaments per Luftfracht aus Übersee könnte aufgrund des CO2-Fußabdrucks negativ bewertet werden, selbst wenn der Preis attraktiv ist. Zukünftige Tools müssen daher neben dem Preis („Financial Cost“) auch die ökologischen Kosten („Environmental Cost“) anzeigen, um nachhaltige Einkaufsentscheidungen zu ermöglichen.

6. Fazit und Handlungsempfehlung

Die Analyse zeigt eindeutig: In der komplexen Welt des pharmazeutischen Großhandels 2025 ist Unwissenheit das größte betriebswirtschaftliche Risiko. Die Zeiten, in denen Preislisten in Papierform oder einfache Excel-Tabellen ausreichten, sind durch AMNOG, ALBVVG und die Dynamik des globalen Marktes endgültig vorbei.

Ein Arzneimittel Preisvergleich Tool für Großhändler ist heute kritische Infrastruktur. Es entscheidet darüber, ob ein Unternehmen:

  • Die gesetzlichen Importquoten erfüllen kann, ohne draufzuzahlen.
  • Lieferengpässe als Chance zur Profilierung nutzen kann, statt Kunden zu verlieren.
  • Die strengen GDP-Compliance-Vorgaben effizient und auditsicher umsetzt.

Empfehlung

Für Großhändler, die ihre Marktposition sichern und ausbauen wollen, ist die Investition in eine integrierte Plattform wie pharmazie.com alternativlos. Die Kombination aus:

  1. Tiefe: Vollständige ABDA-Daten und AMNOG-Informationen für den Heimatmarkt.
  2. Breite: Zugriff auf 25+ internationale Märkte durch die „Eisbergsuche“.
  3. Konnektivität: API-Integration in bestehende ERP-Landschaften.

schafft die notwendige Informationsüberlegenheit. In einem Markt, in dem die Margen diktiert sind, wird der Gewinn im Einkauf und in der Prozessintelligenz erzielt. Die digitale Transformation des Preismanagements ist somit kein IT-Projekt, sondern der zentrale Hebel zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des pharmazeutischen Großhandels.

Tabellarische Übersichten

Tabelle 1: Großhandelsspannen und regulatorische Grenzen in Deutschland 2025

Komponente Wert / Regelung Auswirkung auf den Großhandel
Prozentualer Zuschlag Max. 3,15% auf den ApU Begrenzt den Gewinn bei steigenden Einkaufspreisen; de-facto Fixmarge.
Deckelung (Cap) Max. 37,80 € pro Packung Bei Hochpreisern (z.B. Onkologika > 1200 €) sinkt die relative Marge dramatisch (< 3%).
Festzuschlag 0,70 € pro Packung Deckt kaum die Logistikkosten (Picking, Packing, Transport) pro Einheit.
Skonto Stark eingeschränkt (BGH-Urteile) Wegfall eines traditionellen Kundenbindungsinstruments; Wettbewerb verlagert sich auf Service/Verfügbarkeit.
Importquote Variabel (oft „15/15-Regel“) Zwingt zum Vorhalten spezifischer Importware; erhöht Komplexität im Lager.

 

Tabelle 2: Funktionsvergleich von Datenquellen für den Großhandel

Feature Lauer-Taxe (Standard) pharmazie.com (Erweitert) Excel / Manuelle Recherche
Fokus National (DE), Apothekenabrechnung International (EU+), Strategischer Einkauf & Analyse Ad-hoc, Fehleranfällig
Preisdaten DE Listenpreise DE + 50 Länder (via Eisbergsuche) Punktuell, oft veraltet
AMNOG-Daten Basisinfos Detaillierte Nutzenbewertung & Erstattungsbeträge Meist nicht vorhanden
Engpass-Radar Eingeschränkt Integriertes Monitoring (BfArM, Hersteller) Manuelle Prüfung notwendig
Suche PZN-basiert Semantisch, Cross-Database („Eisbergsuche“) Keyword-basiert
Integration Oft proprietär Offene APIs, Webservices, Bulk-Export Keine (Copy & Paste)

(Ende des Berichts)

Referenzen

  1. Skonti-Urteil mit begrenzter Auswirkung auf den Direktvertrieb – Deutsche Apotheker Zeitung, Zugriff am November 26, 2025, https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/01/12/bgh-urteil-mit-begrenzter-auswirkung-auf-den-direktvertrieb
  2. Fragen und Antworten – AMNOG – GKV-Spitzenverband, Zugriff am November 26, 2025, https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/presse/pressemitteilungen/2012/Fragen_und_Antworten_AMNOG_19093.pdf
  3. AMNOG – Nutzenbewertung von Arzneimitteln gemäß § 35a SGB V | G-BA, Zugriff am November 26, 2025, https://www.g-ba.de/themen/arzneimittel/arzneimittel-richtlinie-anlagen/nutzenbewertung-35a/
  4. AMNOG 2024: Zusatznutzen, Datenerhebung, Einsparungen – VFA, Zugriff am November 26, 2025, https://www.vfa.de/de/gesundheit-versorgung/amnog/amnog-jahresrueckblick-2024
  5. Herstellerabgabepreise auf europäischen Arzneimittel- märkten als Erstattungsrahmen in der GKV-Arzneimittelversorgung Gutachte – VFA, Zugriff am November 26, 2025, https://www.vfa.de/embed/herstellerabgabepreise-auf-europaeischen-arzneimittelmaerkten.pdf
  6. Arzneimittelreform (ALBVVG) | BMG – Bundesministerium für Gesundheit, Zugriff am November 26, 2025, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/gesetze-und-verordnungen/guv-20-lp/albvvg.html
  7. Drug Shortage Database Germany – A Comprehensive Solution to Medicine Supply Gaps, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/en/drug-shortage-database-germany/
  8. Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Absatz 2 SGB V – GKV-Spitzenverband, Zugriff am November 26, 2025, https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/arzneimittel/rahmenvertraege/apotheken/2025-03-03_RV_Apotheken_nach_129_Abs._2_SGB_V_Stand_01.01.2025_barrierefrei.pdf
  9. Importquote Apotheke: So erfüllt ihr die Vorgaben! – Abacus Medicine, Zugriff am November 26, 2025, https://www.abacusmedicine.com/de/importquote-apotheke/
  10. Software-Produkte – IFGPH GmbH, Zugriff am November 26, 2025, https://ifgph-muenchen.de/software-produkte/
  11. Parallelimporte: Das zweischneidige Schwert – APA-OTS, Zugriff am November 26, 2025, https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_19980212_OTS0037/parallelimporte-das-zweischneidige-schwert
  12. Pharmazeutische Fachdatenbanken: Inhalt und Nutzung – LeoPARD, Zugriff am November 26, 2025, https://leopard.tu-braunschweig.de/servlets/MCRFileNodeServlet/dbbs_derivate_00001321/Document.pdf
  13. Lexikon: Lauer-Taxe | AOK Presse, Zugriff am November 26, 2025, https://www.aok.de/pp/lexikon/lauer-taxe/
  14. Lauer-Taxe – Wikipedia, Zugriff am November 26, 2025, https://de.wikipedia.org/wiki/Lauer-Taxe
  15. Eisbergsuche® – Google-artige Suchmaschine speziell für Arzneimittel – Pharmazie.com, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/de/product/eisbergsuche/
  16. Our partners – Go Pharmazie.com, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/en/our-partners/
  17. Wer steckt eigentlich hinter … – diepta.de, Zugriff am November 26, 2025, https://www.diepta.de/news/wer-steckt-eigentlich-hinter-15
  18. Deutsche PZN für internationale Produkte finden – Pharmazie.com, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/de/deutsche-pzn-fuer-internationale-produkte-finden-lt/
  19. Pharma Monitoring – Preisverläufe und Erstattungsbeträge im Überblick – Pharmazie.com, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/de/pharma-monitoring-preisverlaeufe-und-erstattungsbetraege-lt/
  20. AMNOG Reimbursement Database Europe – Unlocking Pricing & Access Data for DACH Markets – Pharmazie.com, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/en/amnog-reimbursement-database-europe/
  21. Apotheken-Sortiment effizient steuern & Kosten sparen – Abacus Medicine, Zugriff am November 26, 2025, https://www.abacusmedicine.com/de/apotheke-sortiment/
  22. Lösung der Abgabefrage – deutschesapothekenportal.de, Zugriff am November 26, 2025, https://www.deutschesapothekenportal.de/wissen/abgabefrage-des-monats/archiv/loesung/?cHash=90d7a7a269299fa7bf91b3d7b5784336&tx_dapquiz_spdapquiz%5Baction%5D=showSolution&tx_dapquiz_spdapquiz%5Bcontroller%5D=Monthlyquiz&tx_dapquiz_spdapquiz%5BmonthlyQuiz%5D=28
  23. Pharma-Großhandel, Zugriff am November 26, 2025, https://www.pharma-solutions.de/pharma-grosshandel/
  24. EUROPEAN TRADE IN PHARMACEUTICAL GOODS | Copenhagen Economics, Zugriff am November 26, 2025, https://copenhageneconomics.com/wp-content/uploads/2019/02/European-trade-in-pharmaceutical-goods.pdf
  25. Zielgruppen spezifische Auswahl von Arzneimittel Datenbanken – Pharmazie.com, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/de/funktionen/
  26. Bulk PZN Datenlizenz – Aktuelle Arzneimitteldaten … – Pharmazie.com, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/de/bulk-pzn-datenlizenz-alle-arzneimitteldaten/
  27. Herausforderungen entlang der Pharma Supply Chain – Bundesvereinigung Logistik, Zugriff am November 26, 2025, https://www.bvl.de/misc/filePush.php?id=29027&name=logistic2GO_4_2015_Pharmalogistik.pdf
  28. Was ist Good Distribution Practice (GDP)? Leitlinie & Ziele – Yaveon, Zugriff am November 26, 2025, https://www.yaveon.com/de/insights/artikel-good-distribution-practice/
  29. ABDA-Artikelstamm / Neuerungen 01.11.2019 – WIKI LAUER-FISCHER GmbH, Zugriff am November 26, 2025, https://wiki.lauer-fischer.de/ABDA-Artikelstamm_/_Neuerungen_01.11.2019
  30. Was ist Good Distribution Practice (GDP)? – Concept Heidelberg GmbH, Zugriff am November 26, 2025, https://www.concept-heidelberg.de/unternehmen/definitionen-zu-gmp-gdp/was-ist-gdp.html
  31. Good Distribution Practice (GDP) – GMP-Verlag, Zugriff am November 26, 2025, https://www.gmp-verlag.de/de/good-distribution-practice-gdp/
  32. Arzneimitteldatenbank für krankenhausversorgende Apotheken – Pharmazie.com, Zugriff am November 26, 2025, https://go.pharmazie.com/de/arzneimitteldatenbank-fuer-krankenhausversorgende-apotheken-der-schluessel-zu-sicherheit-und-effizienz/
  33. AI in Pharma: How AI Drug Development in Europe (2025-2026) Can Reduce Timelines and Unlock Major Cost Savings, Zugriff am November 26, 2025, https://automa.plus/blog/article/ai-in-pharma-how-ai-drug-development-in-europe-2025-2026-can-reduce-timelines-and-unlock-major-cost-/
  34. Pharma Trends 2025: What Your Competitors Are Watching, Zugriff am November 26, 2025, https://www.pharma-mkting.com/featured/pharma-trends-2025-what-your-competitors-are-watching/
  35. European medicines agencies network strategy to 2025 – Protecting public health at a time of rapid change, Zugriff am November 26, 2025, https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/european-union-medicines-agencies-network-strategy-2025-protecting-public-health-time-rapid-change_en.pdf
  36. 10 Pharma Trends Shaping Europe’s Healthcare Industry To Follow In 2025, Zugriff am November 26, 2025, https://www.pharmanow.live/knowledge-hub/market-trends/pharma-trends-europe-healthcare-2025

 

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